ELECTRIC WOW

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Volvo V60 Recharge T6 AWD Inscription im Test
Roland Scharf

Laden mit Nachdruck

Kombis wie der V60 gelten nicht grundlos als Schweizer Messer der Autowelt. Vor allem als kräftiger Plug-in-Hybrid gefällt der Schwede.

Roland Scharf

Sobald ein „T“ im Namen eines Volvo vorkommt, bekommen Fans normalerweise lange Zähne. Der Buchstabe steht meist für mehr Dampf als nötig, was gerade bei den so kühlen Schweden einen besonderen Reiz ausmacht. Vor allem, wenn er wie in unserem Fall dank der Kraft zweier Herzen daherkommt.

Nobler rollen
Natürlich handelt es sich um einen Plug-in-Hybrid, der einen 253-PS-Benziner mit einem 65-kW-E-Motor kombiniert, was 340 System-PS ergibt. Die 5,5 Sekunden für den Paradesprint auf 100 km/h sind nicht nur beeindruckend, sondern gehen so seidenweich von der Hand, dass man sich die 3.000 Euro Aufpreis auf den 390 PS starken T8 (ebenfalls mit 65 e-kW, aber mit 303 Benzin-PS gesegnet) getrost sparen kann. Auf der anderen Seite beherrscht der Schwede rein elektrisches Fahren. Laut Prospekt 58 Kilometer lang. In der Praxis und ohne sich großartig anzustrengen, sind 40 Kilometer jedenfalls locker drin. Die 2,1 Tonnen Leergewicht erlauben natürlich keine Fabelverbräuche, bei schlauer Einteilung kommt man aber mit unter fünf Liter Super davon. Wird – freilich nicht sinnvoll – permanent auf Benzinpower gesetzt, ist man praktisch immer mit über sieben Litern unterwegs. Was gibt es sonst über den Volvo Kombi zu sagen? Vor allem, dass er sein Handwerk brillant beherrscht. Obwohl um fast 20 Zentimeter kürzer als der V90, bietet er dank des steileren Hecks fast genauso viel Kofferraumvolumen.

Stichwort Ausstattung: Unser Testwagen hatte die noble Inscription inklusive 19-Zoll-Rädern, Sportsitzen, zahllosen Assistenzsystemen inklusive automatischem Notbremssystem, das vor allem auf vollen Parkplätzen manchmal übervorsichtig agiert. Wer sich mit der vernünftiger bestückten Inscription Expression zufrieden gibt, spart locker 3.000 Euro.

Technische Daten:
Leistung | Drehmoment 340 PS (250 kW) | 590 Nm
0–100 km/h | Vmax 5,4 s | 180 km/h
Getriebe | Antrieb 8-Gang aut. | Allrad
E-Reichweite 58 km (WLTP)
Ø-Verbrauch 1,8 l/100 km | 14,8 kWh/100 km
Ladedauer AC | DC ca. 3 h1 bzw. ca. 8 h2 | -
Kofferraum | Zuladung 529–1.441 l | 475 kg
Garantie Fahrzeug | Batterie 2 Jahre | 8 Jahre/160.000 km
Basispreis | NoVA 59.700 (inkl.) | 0 %

Das gefällt uns: die geschmeidige Kraftentfaltung
Das vermissen wir: die alte Volvo-Qualität
Die Alternativen: Audi A4, Mercedes C-Klasse, BMW 3er

News aus anderen Motorline-Channels:

Volvo V60 Recharge T6 AWD Inscription im Test

Weitere Artikel:

Salzburg, Wien und Co: Neueste BMW i-Modelle erleben

BMW: Elektroflotte auf Tour durch Österreich

Ab dem 10. Mai geht BMW Austria mit Elektromodellen wie iX2, i5 oder i7 auf Roadtrip: An vier Stationen sind Probefahrten damit möglich. Vorausgewählte Strecken sind ebenso möglich wie individuelle Routen.

Gran Turismo Electric: Folge #4 ist da

Filmempfehlung GTE Tirol: Öko-Tourismus als Markenzeichen

Gran Turismo Electric, Folge 4, feierte in der Olympiaworld in Innsbruck während der E3+ Mobility Convention Premiere. Christian Clerici hat sich nach Tirol begeben, um auf einer Berg- und Talfahrt herauszufinden, wie man dort in die Zukunft blickt.

Elektromobilität aus unterschiedlichsten Blickwinkeln

Podcasts, Youtube & Co: E-nfluencer unterwegs

Das Thema E-Mobilität wird heiß diskutiert – auch in den sozialen Kanälen. Wir geben einen Überblick über die besten „Channels“ abseits der bekannten Medien-Outlets.

Neues zum Thema Wallboxen, intelligente Ladekabel

Elektroautos aufladen: ganz schön vielfältig

Wallboxen, intelligente Ladekabel oder gleich der DC-Lader mit Akkuspeicher auf dem Firmenparkplatz? Der Markt ist in Bewegung und bringt ständig Neuheiten hervor.

Cable-Sherpa beseitigt Elektroauto-Kabelsalat

Der Sherpa trägt das E-Auto-Ladekabel

Ein Start-up aus Oberösterreich kümmert sich um geordnete Abstellplätze, an denen das Ladekabel immer zur Stelle, aber gleichzeitig nie im Weg ist. Das Kabelmanagementsystem sorgt für Barrierefreiheit.